Immer ein offenes Ohr
Das beratende Gespräch
Liebe Eltern,
das ÖDG will die Entwicklung jedes Kindes fördern und ihm helfen, dass es seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend erfolgreich seinen schulischen Weg geht. Beratung von Schüler/innen und Eltern ist ein Teil des Erziehungsauftrages der Schule. So stehen alle Lehrkräfte des ÖDG, insbesondere die Klassenlehrer sowie die Koordinatoren für Beratungs- gespräche zur Verfügung. Darüber hinaus möchten wir hier informieren, dass Beratungslehrer spezielle Beratungsfunktionen übernehmen. Dazu gehören die Einzelfallberatung von Schülern bei auftretenden Lern-, Motivations- und Leistungsschwierigkeiten sowie die Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten, Einschränkungen und Konflikten im Bereich der Schule und vieles andere mehr. Am ÖDG stehen neben ihrer Funktion als Fachlehrer folgende Personen für Beratungsgespräche zur Verfügung, die durch unterschiedliche Zusatzausbildungen qualifiziert sind:
- Andrea Klages (Gestaltpädagogin, Gestaltberaterin i. A.)
- Christoph Tekaath (Sozialpädagoge, Religionspädagoge)
Im Schulalltag erfolgen Beratungsgespräche oft „zwischen Tür und Angel“, das heißt im Klassenraum, auf dem Flur und Schulhof, während der Pausen, beim Stundenwechsel usw. Meist geht es um alltägliche, „harmlose“ Dinge, manchmal ist es auch mehr; z.B. wenn Einzelne sich mit ihren Problemen überfordert fühlen oder sie mit ihren LehrerInnen nicht „klar kommen“ und in einer solchen akuten Situation Unterstützung suchen. Die Schulseelsor- ger bieten bei Wahrnehmung von Gesprächsbedarf die Einladung zum beratenden Gespräch sowie zur Begleitung an.
Ziele von SchülerInnenberatung sind:
- die Ermutigung, über persönliche Probleme zu reden,
- die Verminderung des Leidensdrucks,
- die Stärkung des Selbstvertrauens,
- die Ermutigung und Befähigung zur Selbsthilfe sowie
- die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung.
Wann ist ein Beratungsgespräch hilfreich?
Beratungsgespräche sind keinesfalls erst für die sogenannten „schweren Fälle“ da, sondern bereits bei frühzeitigen Anliegen. Zum Beispiel, wenn Schüler Rat oder Hilfe für Konflikte brauchen, vor Klausuren sehr aufgeregt sind oder sich Ärger von der Seele reden wollen. Oder wenn wir uns als Schule Sorgen machen und auch Sie sich als Elternteil verunsichert fühlen und fragen: Entwickelt mein Kind sich gut? Wie kann ich es schulisch unterstützen? Verhält es sich Mitschülern und Erwachsenen gegenüber altersgemäß? Geht es ihm gut am ÖDG, hat es Freunde oder fühlt es sich ausgegrenzt? Kann es sich im Unterricht ausreichend motivieren und konzentrieren? Geht es ungern zur Schule, wünscht es sich die Schule zu wechseln? Fühlt es sich in einigen Fächern überfordert? Ist das ÖDG die richtige Schule für mein Kind? Hat es Einschränkungen oder besondere Begabungen, bei denen eine Einzelförderung hilfreich sein kann?
Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Bei Gesprächswünschen können sich Schüler oder auch Eltern direkt an den Ansprechpartner ihrer Wahl wenden, eine Notiz im Briefkasten (vor dem Raum der Stille) oder im Lehrerzimmer hinterlassen oder sich auch über die schulische E-Mail-Adresse an uns wenden:
- klages [at] domgymnasium-magdeburg.de
- tekaath [at] domgymnasium-magdeburg.de
Was passiert beim ersten Gespräch?
Es dient der Kontaktaufnahme. Wir erklären, wie wir arbeiten, hören genau zu und versuchen, uns ein Bild zu machen: Mit welchen Sorgen kommen die Schüler oder Eltern? Was haben sie schon versucht? Was brauchen sie? Wer ist sonst noch an dem Problem beteiligt? Wie ist der schulische Fokus auf die Situation? Am Ende vereinbaren wir, wie es weitergehen soll.
Und was kommt danach?
In Gesprächen und durch aktives Zuhören versuchen wir, den oder die Schüler(in) zu unterstützen, das Problem deutlicher zu fassen und Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten zusammen zu entwickeln. Dies kann in einem oder mehreren Gesprächen erfolgen, so wie es die Situation individuell erfordert. Nach einer vereinbarten Zeit soll das Ergebnis und ggf. der Zwischenstand reflektiert werden. Wir geben den Ratsuchenden dabei keine schnellen Problemlösungen vor oder garantieren gar kurzfristige messbare „Erfolge“.
Grundsätze und Voraussetzungen
Die individuelle Beratung bietet Hilfe zur Selbsthilfe durch Stärkung der Fähigkeit zur Selbstreflektion und Problemlösungskompetenz. Sie kann nur gelingen, wenn der oder die Schüler(in) aktiv an dem Problemlösungsprozess mitwirkt. Wir übernehmen bei weitergehendem Bedarf keine Fachberatung oder Therapie, können aber Kontakt zu außerschulischen Beratungsstellen vermitteln.
Grundsätzlich sind alle Gespräche, die Beratungslehrer führen, vertraulich, es sei denn, der oder die Ratsuchende entbindet uns von der Schweigepflicht. In Absprache mit dem Schüler bzw. den Eltern können allerdings weitere Beteiligte in den Beratungsprozess einbezogen werden. Durch Rücksprache mit den Klassen- und, wenn erforderlich, den Fachlehrern lassen sich verschiedene Blickwinkel einbinden und Lösungsmöglichkeiten vernetzen.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind eine gute Zeit am ÖDG!